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Rieber

Effiziente Abläufe in der Kantine

Anwenderbericht Rieber GmbH & Co. KG

Nicht nur in der Fertigung einsetzbar: der APAS assistant als Servicekraft

Dass kollaborative Roboter nicht nur Mitarbeiter in der Fertigung entlasten können, sondern auch in Kantinen und Großküchen, demonstriert die Rieber GmbH & Co. KG, ein führender Anbieter von Küchentechnik und Gastronomie-Infrastruktur. Das Reutlinger Unternehmen testet seit 2016 an einem automatisierten Kiosk – einer Anlage aus eigenen Maschinen und einem mobilen APAS assistant – welche Möglichkeiten zur Prozess- und Logistikautomatisierung sich mit dem kollaborativen Roboter in Großküchen und Speisebetrieben bieten.

Die Speisenzubereitung und -verteilung in Kantinen zielte jahrzehntelang auf die Versorgung vieler Menschen mit standardisiertem Essen innerhalb einer kurzen Zeitspanne ab. Doch die Arbeitswelt hat sich stark verändert. Die Industrie 4.0 mit wechselnden Marktanforderungen, kürzeren Produktlebenszyklen und kleineren Losgrößen spiegelt sich auch in den Erwartungen der Kunden an Kantinen wider.

Kunden verlangen zunehmend qualitativ hochwertigeres, individualisiertes Essen. Das betrifft sowohl die Auswahl als auch die Kombinationsmöglichkeiten und Mengen sowie eine zeitlich ausgedehntere Versorgung. Eine Mittagspause von 11:30 Uhr bis 12:15 Uhr für alle entspricht vielerorts nicht mehr dem Betriebsalltag.

Ingo Burkhardt, Geschäftsführer Rieber kitchentec

Um über längere Zeiträume Speisen bereitstellen zu können, fehlt Kantinenbetreibern jedoch häufig das nötige Personal. Daher verweisen sie außerhalb der Öffnungszeiten meist auf Automaten, die aber nur ein eingeschränktes Snacksortiment bieten. „An dieser Stelle schließen wir mit dem APAS assistant eine Lücke“, sagt Burkhardt.

„An einem automatisierten oder teilautomatisierten Kiosk kann er Kunden unabhängig von der Tageszeit eine größere Auswahl frischer kalter und warmer Speisen zur Verfügung stellen. So können wir die Bereitstellungszeiten und den Nutzungsgrad von Kantinen erhöhen.“ In Spitzenzeiten kann der Roboter das Personal unterstützen und dazu beitragen, die Warteschlangen zu reduzieren. Bestellungen könnten bereits im Vorfeld eines Kantinenbesuchs per App erfolgen.

Mensch-Roboter-Kollaboration in der Cafeteria

Das Bild zeigt den Greifer eines APAS assistant, der eine Tasse umschließt
Die Greifhand des APAS assistant umschließt eine Tasse.

An einer Kombination aus eigenen Maschinen und einem APAS assistant testet Rieber, wie die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter funktionieren kann: Über eine von Bosch entwickelte Bestell-App ordert der Kunde am automatisierten Kiosk Kaffee und Schokoriegel. Schon wird der APAS assistant aktiv. Die Greifhand des Roboterarms umschließt eine Tasse, setzt sie unter der Kaffeemaschine ab; diese startet den Brühvorgang. Dann hebt der automatische Produktionsassistent mit der Saugvorrichtung an seinem Greifer ein Tablett auf das Förderband, bevor er einen Schokoriegel aus der Ausgabe nimmt. Sobald die Kaffeemaschine signalisiert, dass der Kaffee fertig ist, holt der Roboter die volle Tasse ab. Abschließend betätigt er das Transportband, das das bestückte Tablett zum Kunden fährt.

Das Bild zeigt den Greifer eines APAS assistant, der ein Tablett auf ein Förderband hebt
Mit seiner Saugvorrichtung hebt der Roboter ein Tablett auf das Förderband.

Der Roboter soll monotone Aufgaben und Arbeiten mit ergonomisch ungünstigen Bewegungen übernehmen, wie das Aufstellen von Tablett und Geschirr oder das Bereitlegen der verpackten Snacks. Im laufenden Betrieb, vor allem zu Spitzenzeiten, würde dies eine deutliche Entlastung des Küchenpersonals bedeuten. „Komplexere Arbeiten und solche mit höheren hygienischen Anforderungen wie das Handling von Frischware bleiben allerdings Aufgabe des Menschen“, erläutert Burkhardt. „Wenn der Mitarbeiter seinen Part, zum Beispiel das Bestreichen einer Brezel, erledigt hat und die Ware auf dem Tablett liegt, teilt er das dem Roboter per Knopfdruck mit. Erst dann gibt die Maschine dem Transportband das Signal, anzulaufen.“

Auf dem Weg zur intelligenten Küche der Zukunft

Rieber will die Digitalisierung und Automatisierung beim Zubereiten und Verteilen von Speisen vorantreiben, sozusagen von der Industrie 4.0 zur „Küche 4.0“. Der automatisierte Kiosk ist ein erster Schritt in diese Richtung. In Großküchen braucht es vor allem Flexibilität. Dank seiner Schnellfixierrollen ist der APAS assistant mobil und lässt sich einsetzen, wo immer er als zusätzliche Arbeitskraft gebraucht wird. Da sein Greifer individuell anpassbar ist, kann er außerdem mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Geschirrformaten umgehen.

Über ein Touchpad können Mitarbeiter ihn intuitiv und ohne spezielle Programmierkenntnisse für neue Aufgaben einrichten. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen die Vernetzung mit anderen Produktionsassistenten und Anlagen, beispielsweise einem Transportband oder einem Geschirrstapler. Auch für das von Rieber entwickelte Digitalisierungs- und Organisationssystem CHECK lässt sich der APAS assistant konfigurieren.

Das Bild zeigt den Greifer eine APAS assistant, der mehrere Tassen in einen Geschirrspüler einordnet
Standardisierte Schnittstellen ermöglichen die Vernetzung mit anderen Anlagen, wie beispielsweise einem Geschirrstapler.

Das auf die Nutzung nachhaltiger Mehrwegverpackungen ausgerichtete System protokolliert mittels Serialisierungsnummern Herkunft, Transportwege, Temperatur und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln von der Verarbeitung bis hin zur Essensausgabe. Das bietet für die Zukunft zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise im Krankenhaus: Mit Hilfe eines aufgedruckten QR-Codes auf dem Tablett könnte der Roboter App-gestützte Essensbestellungen automatisch und anonymisiert mit Patientendaten abgleichen.

So ließen sich Fehler bei der Tablettbestückung vermeiden und Patienten erhielten genau an ihre individuellen Wünsche, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ärztliche Vorgaben angepasstes Essen. Zusätzliche Einsatzgebiete für den APAS assistant sieht Rieber am Abräumband oder als Spülassistent – überall dort, wo er Arbeitsabläufe effizienter gestalten und das Küchenpersonal bei ihrer täglichen Arbeit entlasten kann. Ingo Burkhardt ist überzeugt: „Die Automatisierung in der Küche wird sich durchsetzen.“